Wednesday, July 30, 2008

Offensichtlich fließt Information in der Kirche immer dann besonders schnell, wenn es um das Zudecken von Verbrechen geht. Anscheinend braucht es aber jahrelang, wenn es darum geht, das Sterben der Armen zu verhindern und weiteres Leid abzuwenden.

Jackson Mbogela hat mir vor ein paar Tagen berichtet, dass der neue von der oberen Kirchenleitung in Tansania eingesetzte aber nicht wie üblich demokratisch gewählte Bischof Mwakabana in Makete nun jenen "Dr." Uhagile - medizinischer Leiter im Bulongwa Hospital - suspendiert hat.
Bischof Mwakabana hat in der Lutherischen World Federation in Genf gearbeitet und schon eine andere kriminelle Diözese in Tanzania wieder in kircheneigener, zudeckender Art auf Vordermann gebracht. Siehe dazu http://www.elct.org/news/2002.04.001.html. Es gab auch dort offensichtlich keine Strafverfolgung, trotz massiver und offensichtlich bestätigter Vorwürfe gegen die Kirchenführung.

Dass die in die Diebstähle in der Diözese verwickelten zur Rechenschaft gezogen wurden und daher wieder Geld überiwesen werden kann, ist eine glatte und geplanteTäuschung der Spender durch die involvierten Deutschen Missionswerke.



Die Suspendierung von "Dr." Uhagile im Bulongwa Lutheran Hospital (der nie ein Medizinstudium abgeschlossen hat) erfolgte angeblich kurz nach meinem Blogeintrag vom Tuesday, July 08, 2008 in dem ich geschrieben habe, dass Herr Uhagile ein Auto aus dem Krankenhaus (eines der beiden angeblichen "Ambulanzautos", die für alles nur kaum zum Patiententransport verwendet werden) zu Unrecht in seinen Besitz genommen hat. Das ist nichts Neues und eine Tatsache, die auch den Missionswerken und im besonderen auch Afrikaverantwortlichen Schauer vom NMZ seit mindestens Anfang 2006 aus den unabhängigen Buchprüfungsberichten bekannt ist.
Die Information auf meinem Blog war in Deutsch geschrieben und hat offensichtlich Bischof Mwakabana in Makete sehr rasch erreicht. Man liest mit! Aber nicht mit dem Auge des Liebenden, der sich um die Schutzbefohlenen kümmert. Die angebliche Suspendierung geschah kurz nachdem ich auf eine unrichtige Darstellung des NMZ bezüglich Ambulanzwagen im Bulongwa Krankenhaus reagiert habe. Dass Herr Schuer sich immer wieder neue Geschichten ausdenkt um andere der Lüge zu übefrühren entspricht dem Stil der Missionswerke mit der eigenen Verwicklung in die Kriminalität in Tansania umzugehen. Verleumdungen von jenen, die über die bekannten und bestätigten Tatsachen reden.

Es nimmt wunder, dass Informationen sehr schnell fließen, wenn es offensichtlich darum geht "weiteren Schaden von der Kirche abzuwenden". Die echte Menschenleben schützende Aufklärung wird - entgegen allen Behauptungen - nicht in Angriff genommen wird und dass es zwar angeblich immer wieder Suspendierungen gibt, aber keine weiteren Aufklärungen und am Ende keine Konsequenzen für jene, die gestohlen haben (die kriegen dann oft einen anderen Job in der Kirche, wie der frühere leitende Arzt Dr. Mpumilwa, der offensichtlich für den Diebstahl der 272 Millionen Tansanischen Schillinge im Jahr 2003/2004 verantwortlich gemacht wird).

Es gibt keine ehrliche und öffentliche Aufklärung der Spender. Was das gestohlenen Geld tut, das weiß keiner. Es ist überhaupt kaum möglich nachzuvollziehen was Spendengelder in Afrika tun.

Am Ende landet es womöglich in den Taschen der korrupten Polizei für die ein oder andere Gefälligkeit. Das kann nicht ausgeschlossen werden.

Dass Menschen sterben und Menschenrechte gebrochen werde, dass Kinder keine Behandlung bekommen können, das hat nie dazu geführt, dass mein Blog mit offenen Augen gelesen und zur Kenntnis genommen wird. Afrikasekretäre von Missionswerken können offensichtlich nur dann lesen, wenn sie sich persönlich attackiert fühlt, oder wenn sie glauben, sich von der verantwortlichen Mittäter- in die Opferrolle spielen zu können. Das NMZ beschließt die Budgethilfe für die ELCT Gesamtkirche jedes Jahr mit. Das passiert auf der Basis auf kircheninternen Reports, die laut tansanischem Experten auf unprofessioneller und krimineller Basis zustande kommen. So es überhaupt Reports gibt. Ich habe nie gehört, dass das NMZ oder eine andere Missions da widersprochen hätte - auch wenn Tansanische Gesetze gebrochen werden. Die Kirchen stehen über dem Gesetz, das hat durchaus auch in Europa Tradition. Was den Katholiken der Sex ist den Lutheraner das Geld?

Reaktionen auf meine Hinweise, dass HIV/AIDS Patienten sterben würden, gab es außer wütender Selbstverteidigung und Verleumdungen aus den betroffenen Werken keine. Nicht als Menschen zu Schaden kamen oder Menschenrechte gebrochen wurden. Herrn Dr. Schäfer vom NMZ sei ins Stammbuch geschrieben, dass es nicht um "Solidarität mit Dr. Brandl" geht und ging, sondern um Solidarität mit und den Schutz von Kranken. Es ging und geht um den Schutz jener Menschen, die bis heute keine ausreichende HIV/AIDS Therapie mehr bekommen haben, auch weil sich Missionswerke bis heute weigern alle Geldflüsse offenzulegen und prüfen zu lassen, sondern stattdessen Kampagnen gegen jene mitgetragen haben, die nur eines wollten: Dass die Gelder im Tansanischen Gesundheitssystem richtig und den Abmachungen entsprechend verwendet werden und mehr Menschenleben gerettet werden.

Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass die ganze Geschichte anders gelaufen wäre und die HIV/AIDS Klinik in Tansania nicht mit Gewalt geschlossen worden wäre, wenn Angehörige von Missionsdirektoren, Bischöfen und Solidaritätsgruppen meine Patienten gewesen wären. So sind es halt nur Afrikaner.... offensichtlich ist jene Professionalität und jenes Controlling, das man den Systemen in Europa zugesteht und die der Fairness und der Gerechtigkeit in Europa so sehr dienen, kein Thema für Missionswerke. Auch wenn genau das von vielen Afrikanern gefordert wird.

Die unprofessionelle, kriminelle und tödliche Geldverteilung in die Hände unkontrollierter Eliten in Afrika muss aufhören, wenn man den Kampf gegen Seuchen wie HIV/AIDS, Tuberkulose oder Malaria nicht verlieren will. Das NMZ und andere Werke haben aber weitere "Unterstützung" der korrupten Kirche und des Krankenhauses in Bulongwa bereits angekündigt. Das geschieht, ohne die vollständige Aufklärung der Diebstähle und Todesfälle abzuwarten, beziehungsweise ohne dies aktiv zu betreiben. Es scheint, dass sich unprofessionelle Strukturen, die keine Transparenz zeigen so leicht nicht das nicht das Geschäft mit der Armut aus den Händen nehmen lassen wollen.

Monday, July 28, 2008

Vicky Ntetema - BBC Büro Chefin in Dar es Salaam muss sich nach einem Under Cover Report über das Töten von Albinos in Tansania verstecken. Sie fürchtet um ihr Leben. Die korrupte Polizei scheint involviert zu sein.

Die BBC berichtet unter: http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/7523796.stm

Ich kenne Vicky nun seit 2005. Aus der Zeit, als sie das erfolgreiche HIV/AIDS Behandlungsprojekt ("An HIV/AIDS muss man nicht sterben, es gibt Medikamente") , welches ich in Makete geleitet habe, besuchte und in der Folge journalistisch begleitete.
Vicky ist mir eine sehr gute Freundin geworden und ich bewundere ihren Mut und ihren Einsatz für die Menschen in ihrem Heimatland Tansania. Sie hat auch vielen der mutigen PIUMA Mitglieder, Männer, Frauen und Kinder, die an HIV/AIDS leiden und sterben eine Stimme gegeben. Sie hat Hoffnung gegeben. Sie hat diese Menschen über ihre Krankheit sprechen lassen - auch die Kinder. Auch jenen Jungen, der seine kranke, sterbende Mutter pflegte und für die anderen Geschwister sorgte. Ein Teenager mit Tränen in den Augen. In der Schulpause lief er heim, um die Mutter zu betreuen und für die Jüngeren zu kochen.

Ich kenne auch Vicky's Tränen, als sie offen und öffentlich über die HIV/AIDS Todesfälle in ihrere eigenen Familie und unter Freunden und Kollegen sprach. Ich kenne die Tränen meiner Freunde und ihre Hoffnung, aber auch ihre Wut über das ZUSPÄT nach dem Einführen der lebensrettenden HIV/AIDS Therapie. Deren Tod wäre nicht notwenig gewesen, wären sie an anderen Plätzen der Wlet geboren worden. Vicky hat wie eine Löwin gegen die Korruption in Kirche und Gesundheitsministerium gekämpft und tut das weiterhin. Das Übel der Korruption hat unter anderem dazu geführt, dass angepasste, perfekte, international anerkannte Labormaschinen der Deutschen Firma PARTEC zur Bestimmung des Immunstatus von Kinder nicht verwendet werden können. Die Kleinen sterben und Vicky und andere Journalisten müssen weiterkämpfen.

http://rainerbrandl.blogspot.com/2007_02_01_archive.html erklärt die Geschichte um die Labormaschinen.

Vicky hat das getan, was von vielen Afrikanern erwartet wird, um ihre Heimatländer voran zu bringen. Es passiert selten: Sie hat einen sehr gut bezahlten Job bei der der BBC in London aufgegeben und das kleine BBC Büro in Dar es Salaam übernommen, für weniger Geld und mehr Risiko. Sie hat auf die Pension in England und auf Teile ihres Gehalts verzichtet, weil sie etwas für ihr Land tun wollte und es immer ihr Traum war, dort zu arbeiten.

Vicky ist eine bekannte Radiostimme in Afrika. Am liebsten berichtet sie über gewöhnliche, einfache Menschen aus Stadt und Land. Sie berichtet über deren Sorgen und deren Mut. Da gab es die Geschichte vom Mädchen, das unbedingt LKW Fahrerin werden wollte und deshalb eine Mechanikerausbildung machte und besser war als jeder Junge (Nach dem Report über die Werkstätte des Bruders des Vizebischofs Sigalla in Makete wollte jeder sein Auto in der Werkstätte von dem Mädchen reparieren lassen).

Es gab viele Interviews mit den Kindern über ihre Träume und Ängste. Zuletzt im Rahmen eines UNICEF Programms.

Es kommt vor, dass ein kleines Mädchen im Bus zu tuscheln beginnt, wenn es Vicky's Stimme hinter sich hört und wenn es sich dann endlich umdrehend nach dem Namen zu fragen getraut sagt Vicky Ntetema immer "Vicky" und lächelt freundlich.
"Bist Du DIE Vicky aus dem Radio?" fragt das Mädchen ungläubig. Dann nickt Vicky und lächelt so sehr, dass man ihre weißen Zähne sieht, wenn das Mädchen von den Geschichten der anderen Mädchen im Radio erzählt und ihre Hand hält und diese nicht mehr loslassen will. Vicky hört die Geschichten von Mut und Zuversicht der Kinder aus dem Mund ihrerer Hörer. Geschichten, die ihre Radioprogramme dem Mädchen gebracht haben und freut sich.

Vicky hat auch viel über die Kirche und die Arbeit von NGOs berichtet. Sie berichtete viele gute Dinge, aber auch über die Diebstähle der Entwicklungshilfegelder durch die ELCT (Lutherische Kirche Tansanias) und die Beamten im Distrikt. Es gab immer wieder das gleiche Bild und ähnliche Reaktionen eines korrupten Systems in Staat und Kirche, das oft zusammenzuarbeiten scheint, Vicky dazu auf meinem Blog:

http://rainerbrandl.blogspot.com/2007/11/bbc-radio-journalist-and-reporter-vicky.html

Immer wieder wurden und werden durch einen bis in die Knochen korrupten Staatsapparat Diebe in Staat und Kirche gedeckt und Journalisten und Aktivisten, die gegen das Übel ankämpften kriminalisiert und ins Gefängnis geworfen - ohne Angabe von Gründen. Jackson Mbogela einer meiner ehemaligen Mitarbeiter, hat mit Menschen aus Makete und PIUMA die Absetzung des Bischofs in Makete gefordert. Dieser wurde später abgewählt. Die geforderte Rückzahlung der Gelder und dass die Diebe und strukturellen Killer von Patienten zur Verantworung gezogen werden, ist bis heute kein Thema. Das ist bis heute nicht passiert. Es gibt keine Aufklärung. Auch die Verwicklung der NMZ Mitarbeiterin in die lokalen Plüngerungen ("looting" ist ein Wort aus einem kircheninternen Report) ist nicht geklärt. Die Polizeilichen Untersuchungen gegen die Kirche, die sind wohl nur Geschichten geblieben.

Die ELCT und einige Missionswerke versuchen immer wieder, die laut dem Rechnungsprüfer Rayben Sanga aus Dar es Salaam in krimineller Art und Weise zustande gekommenen kircheninternen Buchprüfungen zur Rechtfertigung und Verteidigung und "Gegengutachten" zu unabhängigen (oder unabhängigeren) Gutachten zu verwenden und die Sache für beendet zu erklären.

Geklärt wurde bis heute nichts.

Außerdem wird vor allem vom NMZ und von den Missionswerken in Bayern (Mission Centrum EINE Welt) immer wieder gesagt, dass ich den Bischof absetzen wollte. Diese immer wieder mit System und Intention wiederholte Lüge soll vermutlich dazu dienen, die ganze Sache der Aufdeckung der unkontrollierten Plünderungen der Spenden- und Steuergelder als vom Ausland gesteuert hinzustellen und Vicky und viele andere Tansanier als Marionetten hinzustellen. Man macht es Afrikanischen Journalisten von Seiten der Missionswerke schwer, man spricht nicht mit ihnen. Obwohl diese wiederholt versucht haben Informationen zu bekommen. Das stellt einen schweren Eingriff in deren Menschenrechte dar. Es gibt das Menschenrecht auf Information.

Dr. Schäfer vom NMZ lässt die Zeitung THISDAY dumm sterben, was sich meiner Meinung nach nicht mit seiner nun auf der NMZ Homepage (http://www.nmz-mission.de/de.news/de.news/one.news/index.html?entry=page.de.news.kd.1126000380.110.e.11) plötzlich öffentlich zur Schau getragenen angeblichen Lust zur Aufklärung vereinbaren lässt: http://www.thisday.co.tz/News/4168.html ("so far no response has been made...")

Der verantwortliche RCO (Regional Criminal Officer) der in Iringa Dienst tat, als Jackson Mbogela und der Journalist Edwin David ins Gefängins geworfen wurden wurde versetzt und ist nun in Mwanza tätig - dort wo das Töten der Albinos stattfindet. Er scheint verwickelt zu sein. Wie so oft aus purer Sucht nach dem Geld. Der RCO hat Vicky beschuldigt zu berichten, ohne mit ihm Rücksprache gehalten zu haben. Nun bekommt sie Drohungen.

Vicky wird wegen Ihrer Story über die Albinos bedroht und ich mache mir Sorgen. Offensichtlich ist der, der der Wahrheit auf der Spur ist immer in Gefahr.

Vicky, Jackson, Rayben haben oft genug an die MIssionswerke in Deutschland geschrieben und Aufklärung über die Geldflüsse, starke Reaktion zum Schutz ihrer Mitmenschen, sowie klare Stellungnahmen und Unterlagen gefordert. Sie haben meistens nichtmal eine Antwort bekommen.

Nach vielen Jahren wäre es Zeit für völlige unabhängige Aufklärung und Transparenz. Das kann nicht kirchenintern geschehen. Eine Organisation, die in kriminelle Handlungen verwickelt ist, die kann sich nicht selbst untersuchen.

Vertretern von Missionswerken fällt zu Vicky Ntetema, Rayben Sanga und Jackson Mbogela das Folgende ein:

"In der letzten Woche ist in der Frankfurter Rundschau ( FR ) ein Artikel zur Korruptionsaffäre in der Südzentraldiözese der Lutherischen Kirche in Tansania ( ELCT ) veröffentlicht worden, in dem neben anderen deutschen Missionswerken auch das NMZ in ein schlechtes Licht gerückt wurde. Es wurde der Eindruck vermittelt, als sei das NMZ in Korruption verwickelt und würde sich daran beteiligen, die Aufklärung von Mißständen zu verhindern und offensichtliche Korruption bei seinen Partnern zu decken. Der Artikel stützt sich vor allem auf Informationen des österreichischen Arztes Dr. Brandl und einer Gruppe von Tansaniern, mit der er zusammenarbeitet."

Unter http://cba.fro.at/show.php?eintrag_id=6602 gibt es ein Interview von Vicky Ntetema über Ihre Arbeit als BBC Radiojournalistin in Africa.

Friday, July 11, 2008

"... Zuerst von Vertretern der korrupten Elite der tansanischen Kirchenleitung, die ihre Beziehungen zu den politisch Verantwortlichen und zur Polizei spielen lassen, um den Mitarbeiter mit massiver Einschüchterung bis hin zu Morddrohungen zum Schweigen zu bringen..."



Anonymous said... auf meinem Blog vom Saturday, June 28, 2008

"Rainer Brandl sagt die Wahrheit, und was er berichtet, ist nicht mehr als die Spitze des Eisberges. Was ihm in Bulongwa passiert ist, habe ich selbst an einem anderen Ort ähnlich erlebt.


Der Mitarbeiter, der Korruption oder Diebstahl aufdeckt, wird von drei Seiten unter Beschuss genommen: Zuerst von Vertretern der korrupten Elite der tansanischen Kirchenleitung, die ihre Beziehungen zu den politisch Verantwortlichen und zur Polizei spielen lassen, um den Mitarbeiter mit massiver Einschüchterung bis hin zu Morddrohungen zum Schweigen zu bringen.

Dann kommen die Vertreter der kirchlichen Werke. Diese unterstellen in Konflikten dieser Art den eigenen Mitarbeitern Unfähigkeit und fehlende Übersicht, die dem Mitarbeiter in Übersee verlohren gehe und über die nur die in Deutschland lebende missionswerkliche Elite verfüge.Wer einen konkreteten Fall benennt und Beweise vorlegt, bekommt gesagt: "Haben Sie in all den Jahren wirklich noch gar nichts gelernt? Ist das alles, was Sie gelernt haben? Sie kennen doch die tanzanische Mentalität!" Das Perfide dieser Argumentation ist in meinen Augen, dass sie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich für die armen Afrikaner einsetzen und ihre Stimme für sie erheben, als Menschen diffamieren, die mit der afrikanischen Mentalität nicht zurechtkommen. Ein guter Mitarbeiter und kein Rassist ist der, der über die Untaten der kirchlichen Elite ein Deckmäntelchen legt. Wer sich für die armen Afrikaner, für die Geld gegeben wurde, einsetzt, für die, die ganz unten sind, der hat nichts gescheites in seiner Zeit in Tansania dazugelernt. Der wird als schwieriger Mensch, notorischer Unruhestifter und gar als Rassist schlecht gemmacht. Das Ganze hat ohne Zweifel System. Die Armen in Deutschland spenden für die Armen in Afrika, aber das Geld erreicht die reichen Afrikaner. Und die kirchlichen Werke geben dazu ihr "und das ist gut so!" Der Ruf nach controlling wird als konolialistisch abgetan. Übrigens: Wer ist den tatsächlich der Rassist: Der, der Korruption und Diebstahl deckt, weil das zur afrikanischen Kultur gehört oder der, der sich für die Afrikaner einsetzt, die unter Korruption leiden und gleiche Maßstäbe für alle fordert?

Die dritte Gruppe von Menschen, die einem davon abraten, seine Erfahrungen zu veröffentlichen, sind gute Freunde, die sagen: Ich weiß, hier geschieht viel Unrecht, du hast Recht, aber schweig um der Leute willen, die durch deinen Bericht keine Hilfe mehr bekommen werden, weil dann kaum noch einer etwas spenden wird. Kannst du das verantworten? Ein Teil des Geldes, und wenn es nur dreißig Prozent sind, kommt ja vielleicht doch an!"



12:18 AM


Ich stimme dem Schreiber zu! Nur warum bloß immer wieder anonym? Mir würde es helfen, wenn mehr Menschen an die Öffentlichkeit treten und auch den Menschen in Tanzania würde das helfen zu überleben.

Menschen, Rassisten, Lügner und Zyniker in Pastorenrock (NMZ, Mission EINE Welt) würden dann vielleicht aufhören zu versuchen, mich und andere mit Lügen zu diffamieren und auch aufhören, auf professionelle und lautere Afrikaner loszugehen. Afrikaner, deren Mentialität eben NICHT das Stehlen ist. (Diese Argumentation ist besonders perfide, ja! Ich habe viele Afrikaner kennengelernt, die lauter sind und gegen diese Dinge kämpfen, die bekommen dann nichtmal Antworten - werden aber intern und hinten herum als Lügner diffamiert und zwar von denen, die in undurchsichtiger Art kriminelle Strukturen in Tansania mitfinanzieren - von Vertretern der Lutherischen Kirche!)
Ich kenne die rassistischen Aussagen und Lügen der Menschen (Missionare, Pastoren und Oberkirchenräte) aus den Kirchen nur zu genau. Die können auch so aussehen: "So, sind sie eben die Afrikaner, das verstehen Sie nicht". Lügen und selbstgenerierte Vorurteile dienen dann auch dazu, zum Beispiel die kriminelle ELCT bis in höchste tansanische Regierungskreise zu stützen und zu schützen.

Dann wird auch schon mal die Moslemkeule gezogen ("„Wenn die Regierung von Tansania auch sorgfältig auf die Ausgewogenheit der Religionen achtet (offiziell ein Drittel Christen, ein Drittel Muslime, ein Drittel traditionelle Religionen, inoffiziell schätzungsweise an die 60 Prozent Christen), liegt die Arbeit der Christen dem muslimischen Präsidenten Kikwete offensichtlich nicht so nah") http://www.fraenkischer-anzeiger.de/ISY/index.php?get=2&action=read&kieRID=2639
Der Präsident wird von Missionen und der ELCT über die LMC dazu aufgefordert, doch endlich mehr Geld für die Missionsspitäler locker zu machen. Geld, das dann wieder in dunklen Kanälen verschwindet? Berichte und Abrechnungen legen Menschen wie Lars Hofgren "LMC Sekretär" aus Schweden aber nicht vor, wenn sie als Privatepersonen und den Präsidenten eines fremden Landes dringend dazu auffordern, Geld in die systemische Korruption fließen zu lassen. http://www.lmc.or.tz/news2007.html. Ich denke, dass man, wenn man einen Präsidenten "dringend auffordert" die Kirche zu untestützen, zumindest belegen muss, dass die Arbeit bis jetzt gut war. 75% fehlender oder nicht positiv abgenommene interne (!) Rechnungsprüfungen in der Gesamtkirche sind da ein bisserl wenig?

LMC (Lutheran Mission Cooperation), eine "Lutheran Money Transfer Cooperation" ohne Accountability?

Diese nicht registrierte informelle Kirchenorganisation in Tanzania, arbeitet auf der Basis von kriminellen "internen" Prüfungspraktiken (die als internationale Auditstandards angepriesen weren). Über die LMC wieder immer wieder Geld aus Übersee in den Rachen der Kirchenoberen gestopft. Geld, das dazu dienen kann und dient, ehrliche Afrikaner und Afrikanerinnen zu quälen und zu beschädigen. Im LMC mit Sitz und Stimme vertreten sind die meisten Missionswerke, die Gelder nach Tansania schicken und sehr oft seit Jahren nicht belegen können was damit passiert! Das kann man aus deren eigenen Berichten entnehmen.


Lieber Schreiber!

Reden Sie doch öffentlich, wie Vicky Ntetema BBC Chefin in Dar es Salaam, Rayben Sanga, Jackson Mbogela (und viele andere) - diese wurden auch bedroht und Jackson Mbogela wurde sogar ins Gefängnis geworfen. Dazu, so wie zu den unter der Gewalt leidenden Patienten in Bulongwa, fällt den Herren Dr. Schäfer (NMZ), Schauer (NMZ), Scheckenbach (Mission EINE Welt) oder OKR Martin (Bayrische Kirche), OKR Pietro Peral (Bayrische Kirche), Landesbischof Friedrich (Bayrische Kirche) oder den Vertretern von Transparency International gleich garnichts ein... alle stellen sich in den letzen Wochen so hin, wie wenn Sie bereits seit Jahren gegen Korruption auf allen Ebenen kämpfen - bis jetzt mit völlig fehlenden dokumentierten guten Resultaten - Konferenzen helfen da nichts! HALLO! Das ist eine Verdrehung von Tatsachen. Diese Menschen sind mitverantwortlich für den Tod von armen, uniformierten Afrikanern. Das Behandeln eines Sterbenden hat nicht jahrelang Zeit.


Das Büro von Landesbischof Friedrich, der wohl mit seinem Kollegen Bischof Huber und anderen Bischöfen immer wieder die Korruption bei anderen (Stichwort: "Der redliche Kaufmann" http://www.ekd.de/aktuell_presse/news_2008_03_17_1_rv_wirtschaft.html) eingedämmt sehen möchte, stellt sich ausdrücklich hinter die Wege der Mission EINE Welt in Bayern, die Korruption in Tansania zu bekämpfen. Zur Kriminalität in der Lutherischen Weltkirche fällt ihm keine öffentliche Stellungnahme ein.

Es geht nicht um Korruption! Das ist das Wort und Prädikat, das Transparency International - mit Hilfe seiner Mitarbeiter, die in Kirche UND bei TI tätig sind/waren - gerne verleiht, um die Sache klein zu reden! Es geht um Finanzierung von blanker Kriminalität in einem Afrikanischen Land. Dazu werden auch Spendengelder aus Europa verwendet.

Um eine Diskussion und eventulle Verteidigung mancher Werke überhaupt BEGINNEN zu können, müssten erst die Finanzflüsse auf den Tisch und zwar unabhängig geprüft und offen auch für alle Kritiker (auf English und Kiswahili in DIESEM Fall). Die Hausaufgaben zuerst!

Mir fällt zu Bischöfen und anderen Theologen, die immer wieder öffentlich von Moral und Ethik reden, wenn es um andere geht und sich gerne als Antikorruptionskämpfer hinstellen, aber den Mund öffentlich nicht aufbringen, wenn Menschen unter der Kriminalität der eigene Kirche sterben und leiden, eigentlich nichts mehr ein.

Zitat EKD Vorsitzender Bischof Huber: "Ich beschwöre Menschen in wirtschaftlicher Verantwortung gegenwärtig, dass sie einsehen, das Vertrauen für wirtschaftliches Handeln genauso wichtiges Kapital ist wie Geld. Und ich mache sie bei jeder Gelegenheit, die ich habe, darauf aufmerksam, dass die Vertrauenserosion, die wir gegenwärtig erleben, sowohl gefährliche Folgen für unser politisches System, aber auch gefährliche Folgen für die Wirtschaft selbst hat."

Vielleicht schaffen die Bischöfe Huber, Friedrich und auch Bünker und Co den Gedankensprung von der Wirtschaftsethik und Moral zur eigenen Kirche - ich bezweifle das allerdings.

Reden Sie doch offen, lieber Schreiber - auch das unter Korruption und Kriminalität leidende Afrika wird es Ihnen danken!


Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die für Korruptionsfinazierung und fehlende Rechenschaftslegung zuständigen Missionssekretäre in Europa zurücktreten müssen und die Finanzgebarung auch der kirchlichen Entwicklungshilfe in Europa und Tansania vollkommen offengelegt werden muss und für Diebstähle, Korruption und Spendengeldermisswirtschaft Verantwortliche in Tansania und in anderen Ländern zur Rechenschaft gezogen werden müssen. Der Schaden am Leben der missbrauchten Armen muss wieder gut gemacht werden, nicht notwendigerweise mit Geld, aber es muss zumindest klar und für alle ersichtlich eingestanden werden, wer hier das Problem ist - Es muss Entschuldigungen geben und diese müssen von den Menschen in Bulongwa verstanden und akzeptiert wereden können.

Thursday, July 10, 2008





POOR ACCOUNTABILITY OF ELCT
(Evangelical Lutheran Church of Tanzania)
and its international "Northern Partners" ("The Missions") in Tanzania leads to the creation of criminal and corrupt elites further damaging the social fabric of the Tanzanian democratic society by external uncontrolled influence.




The LMC (Lutheran Mission Cooperation) is a long existing informal, non registered gathering of donors ("Missions" - "Northern Partners") with the representatives of the ELCT (Lutheran Church of Tanzania) in Tanzania. It is said to work under the legal ownership of the ELCT.




Mission representatives are deciding about important money transfers to Tanzania on a years schedule and are therefore exerting tremendous influence in Tanzania. The tricky construction of LMC will make it diffucult to hold these criminals legaly responsible. In addition, these structures have decided to hide behind the cloth of bishops and pastors and have taken religous believers hostage who still respect them as men of god.




Every year, LMC distributes hundreds of millions of Tanzanian Shillings, but cannot assure the well meaning donors in Europe and the US, that the money ends up to be used for the betterment of the poor in Tanzania. Nevertheless, overseas missions are going on to state in their hand outs, media outlets and church speeches that all the monies and ressources are used in the right way. As a further abuse, they are using the pictures of african children and the poor in order to keep the hearts and wallets of the church goers open.








The criminal and deadly attitude against People Living with HIV/AIDS (PIUMA http://www.piuma-simba.org/site/) and the community in Makete in Southwestern Tanzania may just present the tip of the iceberg of human rights abuses and theft in the Lutheran Church.




According to their own (LMC) publications, only half of the projects and dioceses are internally audited by the church's own audit departement. The audited part of the dioceses and projects are again getting desastrous reports in half of the cases. This means that the church itself is only sure for about 25% of the cases, that everything is put in order.


External audits are not performed for ELCT projects and dioceses as a routine, though, this is a demand of international audit standards and the regulations of TANZANIA.

See the follwing facsimile from the LMC Manual 2007.




Tuesday, July 08, 2008

MAHIDOL UNIVERSITY/Bangkok - Vortrag mit der Kinderärztin und HIV/AIDS Expertin Prof. Usa über die Kleinen, die an HIV/AIDS leiden und sterben und was man dagegen tun kann.

Im Jahr 2007 sind weltweit ungefähr 300.000 Kinder an HIV/AIDS gestorben.

Einige davon sind sicher aus Makete oder Bulongwa. Notwendig ist und war das nicht.

Im Bulongwa Krankenhaus war es 2005 und Anfang 2006 sehr gut möglich, auf sehr einfache Art und Weise die Laboruntersuchungen (CD4%) für Kinder unter 7 Jahren durchzuführen (siehe dazu http://www.partec.com/). Es war möglich, bis eine korrupte und kriminelle Kirche in Zusammenarbeit mit einem korrupten Gesundheitsministerium alles zerstörte, was in dieser Hinsicht funktionierte (siehe dazu: http://rainerbrandl.blogspot.com/2008/03/following-article-was-published-in.html und viele Medienberichte - die WHO untersucht angeblich ihre Verwicklung...).
Seither sind Missionswerke und die ELCT vor allem damit beschäftigt, Zeit und Geld zu investieren, sich mit der eigenen Verwicklung in den Missbrauch der Spendengelder zu beschäftigen und wir hören immer wieder neue Geschichten und Rechtfertigungen. Was auffällt ist: Öffentlich geredet wird erst dann, wenn es in der Zeitung steht und es gibt keine nachvollziehbaren und faktisch belegte Informationen. Es gibt immer wieder Statements und Behauptungen, keine Belege (das gilt auch für die Statements von Dr. Schäfer). Vorher war Schweigen und auf die Kinder und Kranken im allgemeinen wird vergessen.

Es war in Bulongwa Anfang 2006 auch geplant, Methoden einzuführen, die es ermöglicht hätten, die positive HIV Diagnose sehr früh nach der Geburt zu stellen und damit eventuell auch das Leben von Neugeborenen zu retten, es vor dem Tod an AIDS zu schützen.

All das ist nun nicht möglich und die Kleinen sterben.

In Thailand kann man studieren, wie es funktionieren kann. Thailand ist aber auch nicht Opfer der Hilfsindustrie, die an allen Ecken und Enden die Armut zum Geschäft der Korrupten gemacht hat und wo Systeme unterstützt werden, welche zum Beispiel die Entwicklung eines guten Gesundheitssystems unterbinden.

In Tansania kann man studieren, wie krankenhauseigene Autos an Mitarbeiter "verkauft" werden und in den vom NMZ/KPS/Misson EINE Welt/EAWM finanzierten externen Prüfungsberichten steht dann, dass es über den Deal nicht einmal Aufzeichnungen gibt. Dass das Auto fort ist, das stört aber nicht wirklich, denn es gibt ja ein neues gleichwertiges Auto, das vom Spendenhimmel gefallen ist und nun für die "Transporte" (zum Beispiel zu von internationalen Gebern bezahlten Seminaren wo man dann fette "sitting allowances" bekommt) des Krankenhauses und seiner Mitarbeiter und Gäste verwendet werden kann. So geht das Spiel immer weiter.

Dieses neue Spendenauto wird zwar nicht als Ambulanz verwendet und ist auch nicht als solche ausgestattet, eignet sich aber bestens für Fotos, die belegen sollen, dass ein Ambulanzservice in Bulongwa existiert - die Kraft der Namensgebung in Reports!. Es wird vom NMZ in der Folge behauptet, dass Afrikaner (Wirtschaftsprüfer mit anerkannter Reputation, Mr. Rayben Sanga pimacpa@yahoo.co.uk, BBC Radio-Chefin Vicky Ntetema va_ntetema5@yahoo.co.uk, Jackson Mbogela mbogela@yahoo.com ) die zum Teil auch aus Bulongwa stammen und/oder deren Eltern dort leben und sagen, dass Sie noch nie einen Ambulanzwagen in Bulongwa gesehen haben, lügen würden. Weil Schauer oder irgendwelche Besucher, die mal kurz vorbeischauen es immer besser wissen!
Diese Schmutzkübelkampagnen gegen ehrliche Vertreter der Afrikanischen Zivilgesellschaft - die sich nicht als Diebe hervorgetan haben - sind der schmutzige Stil und die Spezialität des NMZ, im besonderen von Herrn Volker Schauer. Finanziert wird das Ganze aus den Spenden der Gutgläubigen. Die Schmutzkübelkampagnen, die offensichtlich dazu dienen, die Kriminellen in der Kirche zu verteidigen, nennt man dann "Entwicklungshilfe" - steuerlich absetzbar.

Das Sterben und die Hetze gegen die ehrlichen Afrikaner gehen weiter. Man will die korrupten und kriminellen Eliten offensichtlich um jeden Preis schützen. Wirklich aktive Aufklärung wird von keinem der Werke geleistet. Alles wird unter Verschluss gehalten, untersucht wird "intern" und dann stellt man fest, dass alles in Ordnung ist, obwohl viel Geld verschwunden ist, einer schiebt es auf den anderen und keiner kann herausfinden woher die Gelder der "armen Kirche" kamen, die gestohlen und veruntreut wurden,....
Der Krankenhausmitarbeiter, der das Auto (Externer Auditreport: "No details and/or agreement was available in respect of a vehicle with registration No. TZB 3194 sold to Dr Benedict Uhagile during the year 2003.") "gekauft" hat, wurde nach dem Hinauswurf des früheren Dr in Charge (Gynäkologe Dr. G. Mpumilwa) ganz schnell zum neuen "Chefarzt" gemacht, obwohl er kein akademisch gebildeter Arzt ist, was auch in Tansania Voraussetzung dafür ist, ein Krankenhaus zu leiten.

Das NMZ und die anderen Missionen schreiben auf Ihren Webseiten, dass die Verantwortlichen für die Diebstähle in den Projekten der Diözese entlassen wurden und vor Gericht stehen. Das stimmt nicht.

(Dr. Mpumilwa - der wenigstens ein richtiger Dr. und Gynäkologe ist, wurde sofort wieder in einem anderen Spital der ELCT (im Illembula Krankenhaus) angestellt, obwohl er angeblich für die Diebstähle von mehreren 100.000 Euro im Krankenhaus in Bulongwa verantwortlich ist und daher aus dem Bulongwa Krankenhaus "entlassen" wurde).

Weder der Bischof, noch der vorige Projektmanager der Diözese (mittlerweile Krankenhausdirektor in Bulongwa), noch die Buchhalter und Finanzverantwortlichen (eine davon ehemalige NMZ Mitarbeiterin), noch die Direktorin der Frauenarbeit, der Vizebischof usw. usf.... wurden zur Rechenschaft gezogen. Die offizielle Version ist "abgezogen", "Aussage verweigert" oder "in Pension geschickt".

Ich stehe natürlich auch gerne für Auskünfte zur Verfügung (meine Nummer +66 89 5191423 skype: rainerbrandl)!
Auch die Geschichte um das Bischofsauto wird von Herrn Schauer falsch dargestellt, niemand hat behauptet, dass der Bischof den Wagen privat zur Verfügung gestellt bekommen hat. Die Frage was mit dem Geld passiert ist, das für das "alte" Auto eingenommen wurde, das durch die Diözese (angeblich durch den Bischof persönlich) nach dem Erhalt des neuen Bischofsautos, "verkauft" wurde, die war gestellt. Das wurde auch so in meinem Blog dargestellt.
Tatsache ist, dass aus Makete berichtet wurde, dass der später abgewählte Bischof in Makete das neue Auto benutzte, um zu erklären, dass "er" ein neues Auto bekommen hätte und daher noch Freunde hätte und nicht so schlecht sein könne,... solch ein Verhalten ist nicht verwunderlich und erklärt in der Wurzel was hier passiert und wie Missionswerke eine kriminelle Elite erziehen, die große Macht über die uninformierten, abhängigen und oft verängstigten Armen ausübt.
Herr Schauer und die Missionswerke sind herzlich dazu eingeladen, der Bevölkerung zu erklären, dass die Spenden nicht "dem Bischof" oder "der Kirche" gehören und Autos nicht prinzipiell zum Transport von Dieben, Zyniker und Gästen aus dem Ausland zur Verfügung gestellt werden. Dann bewegt sich vielleicht was. Dann denken die Menschen vielleicht, dass Sie auch profitieren könnten und Rechte hätten. Sie können das am Fall PIUMA gerne studieren.
Interessant ist, dass laut LMC Berichten der Fund für den Autokauf von Bischöfen und Sekretären, der einzige ist, über den wirklich gut berichtet wird und wo wirklich alles funktioniert.
Es war zur Zeit der Überreichung des Autos (bei dem übrigens von der "armen" Kirche auf einen Luxuswagen aufgezahlt wurde) nicht klar, dass der Bischof - auch folgend der aufklärenden Arbeit von PIUMA - abgewählt wird.

Ich würde Herrn Schauer und anderen DRINGEND raten zu lesen und sich allseitig zu informieren, bevor zur Feder gegriffen wird.


IN der Folge, die Mail von Volker Schauer, Afrikarefernt des NMZ:

Datum: 03 Jul 2008 10:07:15 UT
Von: v.schauer@nmz-mission.de
Antwort an: v.schauer@nmz-mission.de
Betreff: Erklärung zu Korruptionsvorwürfen Südzentraldiözese ELCT
An: ks@tanzania-network.de, mailbox@herrnhuter-missionshilfe.de,
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Liebe Kolleginnen und Kollegen,
In der letzten Woche ist in der Frankfurter Rundschau ( FR ) ein Artikel zur Korruptionsaffäre in der Südzentraldiözese der Lutherischen Kirche in Tansania ( ELCT ) veröffentlicht worden, in dem neben anderen deutschen Missionswerken auch das NMZ in ein schlechtes Licht gerückt wurde. Es wurde der Eindruck vermittelt, als sei das NMZ in Korruption verwickelt und würde sich daran beteiligen, die Aufklärung von Mißständen zu verhindern und offensichtliche Korruption bei seinen Partnern zu decken.
Der Artikel stützt sich vor allem auf Informationen des österreichischen Arztes Dr. Brandl und einer Gruppe von Tansaniern, mit der er zusammenarbeitet.
Dr. Brandl, ein ehemaliger Mitarbeiter des österreichischen Missionswerks EAWM, führt seit Jahren eine Kampagne gegen die deutschen Partner der Südzentraldiözese und die gesamte ELCT.
Der Artikel stützt sich auf eine Mischung aus Fakten, Halbwahrheiten und offensichtlich erfundenen Geschichten. So ist der in der Titelzeile angesprochene Ambulanzwagen, der angeblich nie im Krankenhaus Bulongwa angekommen ist, seit 2002 bis heute in Betrieb.
Der Wagen des Bischofs, den dieser angeblich als persönliches Eigentum erhalten habe, ist ein in einem regelmäßigen Turnus den Diözesen von der ELCT zur Verfügung gestelltes Fahrzeug, das jetzt selbstverständlich dem Nachfolger zur Verfügung steht.
Unstrittig ist, daß es zu Korruptionsvorfällen vor allem im Krankenhaus Bulongwa gekommen ist. Unwahr aber ist die Behauptung, das NMZ und die anderen deutschen Missionswerke seien untätig geblieben.
Der Direktor des NMZ hat zu den Meldungen der Medien in der letzten Woche eine Erklärung abgegeben, die ich Ihnen/Euch anbei übersende. Darin wird auch auf eine Erklärung in englischer Sprache ( statement ) hingewiesen, die die Afrikasekretäre vom MissionswerkEineWelt ( MEW ), der Kirchenprovinz Sachsen ( KPS ) und dem Nordelbischen Missionszentrum ( NMZ ) im Januar 2008 verfaßt und veröffentlicht haben.
Für weitere Fragen und Auskünfte stehe ich selbstverständlich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Volker Schauer

Artikel der Frankfurter Rundschau :
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1358515
Statement zur Krise in der Südzentraldiözese :
http://www.nmz-mission.de/fix/files/doc/Statement%20to%20the%20crisis.2.pdf
Erklärung des NMZ zu Korruptionsvorwürfen :
http://www.nmz-mission.de/fix/files/doc/Erkl%E4rung%20des%20NMZ%20-020708.pdf
Stellungnahme von MissionEineWelt :
http://www.mission-einewelt.de/index.php?id=752

--
Volker Schauer
Afrika- und Partnerschaftsreferent
Nordelbisches Missionszentrum
Agathe Lasch Weg 16
22605 Hamburg
Tel.: 040 - 8 81 81 321
Fax : 040 - 8 81 81 310
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Monday, July 07, 2008

Eine Kirche beklagt Korruption und wird mit Dieben und dem folgenden Tod von unschuldigen HIV/AIDS Patienten nicht fertig!
Zudecken von Kriminalität, Schutzbehauptungen und Zynismus anstatt Eintreten gegen Korruption und für die Menschenrechte der Schutzbefohlenen.

Friday, July 04, 2008

Makete HIV/AIDS group demands an end to graft in Lutheran Church

Thursday, July 03, 2008

TANSANIA IST KEIN EINZELFALL?

Erklärungsbedarf bei Missionswerken

Blogeintrag vom 28. Juni 2008

Anonymous said...
Das Missionswerk der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern ist Hand in Hand mit Oberkirchenrat Martin bemüht, den Skandal in Tansania klein zu reden. Aus eigener Erfahrung erscheint mir diese Vorgangsweise kein Einzelfall zu sein. So wäre es einmal für Wirtschaftsprüfer sehr aufschlussreich die Finanzen von "Lutheran Shipping" der ELC-PNG in Papua-Neuguinea unter die Lupe zu nehmen...
12:29 AM



Sg. Anonymous,

Danke für Ihren Eintrag. Es würde helfen, wenn Sie - so wie ich - aus der Anonymität heraustreten, oder Kontakt mit Journalisten aufnehmen, damit diese ihrer wichtigen Rolle nachkommen können und diese Welt verbessern können.

Ich kenne den Fall in Papua Neu Guinea nicht. Ich bin urspünglich nach Tansania gegangen, um als Arzt dabei mitzuhelfen, vor allem das Leben von HIV/AIDS Kranken zu retten. Ich habe an ein ehrliches Bemühen der Kirche geglaubt und dafür auch meine Ausbildung zum Chirurgen abgebrochen und auch viel privates Geld investiert. Heute weiß ich, dass in auch in der Lutherischen Kirche Lug und Betrug und Pharisäertum eher die Regel als die Ausnahme sind, vor allem wenn es darum geht, eigene Fehler zuzudecken.

Es ist gut gelungen, den Kranken zu helfen und viele Leben zu retten, unter anderem auch mit angepassten und besten Technologien aus Deutschland (http://www.partec.com/), welche später auch durch die korrupte Kirche lahmgelegt wurden, angeblich untersucht die WHO, ob ihre Mitarbeiter gemeinsam mit dem MoH (Gesundheitsministerium)/Tansania in diese Korruptionsfälle (Beschaffungskorruption) verwickelt sind. Das erfolgreiche Programm wurde von einer kriminellen Kirche mit Gewalt unterbunden. In der Folge sind viele Menschen zu Schaden gekommen und leiden auch in diesen Stunden und Tagen unter Nebenwirkungen ihrer Therapie. Nebenwirkungen, die hätten verhindert werden können. Vielen wurde die Therapie versagt und sie sind daher gestorben. Die Qualität der Therapie - vor allem auch für Kinder - wurde drastisch verschlechtert.

Das wurde den Zynikern in der Lutherischen Kirche auch immer wieder mitgeteilt (Anfang 2006). Es gab wie immer keine Reaktion. (Die gab es erst, wenn sich jemand von den unsagbar Respektlosen im Bischofs- oder Pastorenrock beleidigt fühlte - nota bene - nicht wenn Menschen sterben, da wurde und wird geschwiegen. Es ist eine glatte Lüge von Dr. Schäfer, dass das NMZ mit mir Kontakt aufgenommen hätte, es war umgekehrt und man hat sachliche Gespräche immer verweigert, mit dem Hinweis, dass man ins Flugzeug steigen müsse und im Moment garnicht viel zu der Sache sagen wolle).

Die Bayrische Mission, vor allem Pastor Manfred Scheckenbach (Afrikadirektor und LMC Vize-Vorsitzender - dort werden jedes Jahr die Millionen in Tansania verteilt - in der Mehrzahl der Fälle fehlen Bücher und Finanzabschlüsse seit Jahren - nicht nur in Makete, das betrifft ganz Tansania), Pastor Volker Schauer vom NMZ tun sich mit Gleichgültigkeit, Respektlosigkeit, Lügen, und interner Kirchenpropaganda gegen jene Afrikaner und mich hervor, die über die kriminellen Probleme reden, in die ihre Werke systemisch seit Jahren verwickelt sind.
Dafür setzen sie auch die Ressourcen der Werke ein. Dass Menschen unter Korruption leiden und sterben, ist ihnen erst dann nicht egal, wenn alles an die Öffentlichkeit kommt. Dann gebären sich die Werke und ihre Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit Transparency International auf einmal als große Antikorruptionskämpfer, zumindest in Ihren Presseaussendungen, zugleich wird in Tansania weiter vertuscht und angekündigt, dass man weiter Ressourcen in kriminelle Systeme pumpen will.

All das wird durch Missionsdirektoren und im Falle der Bayern (Mission EINE Welt) durch OKR Martin und auch durch das Büro des Landesbischofs Friedrich ausdrücklich gedeckt und für in Ordnung befunden.

Im Moment beginnt die nächste Runde der Lügen (wie z.B.:, dass die Betroffenen zur Verantwortung gezogen wurden und vor Gericht stehen), wie in den Presseaussendungen und auf den Hompages der Werke zu lesen. Alles wird als Einzefall hingestellt und das Problem wird als gelöst betrachtet (oder ist noch in Arbeit... seit wieder wievielen Monaten und Jahren? Die nächste Runde der jahrelangen taktischen Verzögerung der betroffenen Werke). Die Realität der Projekte ist oft das genaue Gegenteil von dem in den Aussendungen und Homepages Behaupteten.

OKR Martin lügt im Radiointerview die Öffentlichkeit an, indem er die anderen Skandale der Diözese verschweigt und einen Einzelfall "Bulongwa Krankenhaus" daraus macht... Er täuscht auch, wenn er vorgibt, dass man den Missionswerken vertrauen kann. Dafür gibt es keinen Grund und keinen Beleg. Die Belege, die es gibt, die weisen auf Verwicklung in die Kriminalität in ganz Tansania hin.

Dr. Schäfer vom NMZ behauptet, dass jeder Cent des NMZ richtig verwendet wurde, obwohl er weiß, dass eine NMZ-Mitarbeiterin für die Finanzen vor Ort verantwortlich war, als (in der ganzen Diözese nicht NUR im Krankenhaus Bulongwa, sondern auch direkt im Bischofsbüro unter dem die Dame gearbeitet hat - keiner wurde hier zur Verantwortung gezogen - wie es Schäfer auf der NMZ Hompage behauptet) mehrere 100.000 Euro verschwanden. Die Dame wurde auch nicht angezeigt.

Lieber Anonymous, ich weiß nichts von ELC-PNG in Papua Neu Guinea, kann mir aber gut vorstellen, dass es auch da Probleme gibt.

Die Kirchen werden sich nicht unabhängig prüfen lassen. Das müssen Sie nicht. Warum sollen sich Organisationen, deren Finanzgebarung - würden sie zum Beispiel SIEMENS heißen, oder eine Aktiengesellschaft wären - mit Fug und Recht als kriminell bezeichnet würde, prüfen lassen, wenn sie das nicht müssen? In den letzten drei Jahren wurde zumindest in Tansania von der lokalen Kirche immer wieder versucht, nachträglich Bücher und Berichte zu fälschen. Die Werke spielen auf Zeit und wollen verdunkeln und verwischen, es wird nichts wirklich mit Zahlen und Fakten öffentlich gemacht. Dr. Schäfer stellt Behauptungen auf ohne Belege zu liefern. Wohin die Gelder der Diözese auch unter der NMZ Mitarbeiterin verschwunden sind, das kann und will er nicht aufklären.

Was vermutlich geschehen wird, das ist, dass weitere Lügen in die Welt gesetzt werden, immer nur zugeben wird, was nicht mehr zu leugnen ist und man sich weiter in Dinge (Medizin, Gesundheitssysteme, Entwicklungszusammenarbeit, Finanzsysteme) einzumischt, zu denen man nicht ausgebildet ist und von denen man keine Ahnung hat. Das geschieht mittels viel unkontrolliertem Spendengeld. Macht wird verschoben und in guter kolonialer Manier werden Gesellschaften mit der tödlichen, selbstgefälligen Unprofessionalität mancher Werke gequält.

Wenn dann was ans Licht kommt, dann wird gelogen, dass sich die Balken biegen.

Das wird sich erst ändern, wenn viele aus der Anonymität treten und wenn die Medien die Sache weiterverfolgen, objektiv und unabhängig untersucht wird und wenn Gesetze und Moral auch für Kirchen, Bischöfe, Pastoren und alle Religionsgemeinschaften gelten. Das gilt für Afrika und Europa.

Dazu wünsche ich vor allem den mutigen Journalisten in Afrika, die auch immer wieder bedroht wurden und deren (auch leiblichen) Brüder und Schwestern an HIV/AIDS sterben, besonders viel Glück!


Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die für Korruptionsfinanzierung und fehlende Rechenschaftslegung zuständigen Missionssekretäre in Europa zurücktreten müssen und die Finanzgebarung auch der kirchlichen Entwicklungshilfe in Europa und Tansania vollkommen offengelegt werden muss und für Diebstähle, Korruption und Spendengeldermisswirtschaft Verantwortliche in Tansania und in anderen Ländern zur Rechenschaft gezogen werden müssen.



Wednesday, July 02, 2008

Die fehlende Rechenschaftslegung über Kirchengelder betrifft die ganze ELCT (Lutherische Kirche in Tanzania) nicht nur das Bulongwa Krankenhaus, wie es die Deutschen Missionswerke der Öffentlichkeit einreden wollen. Die Einzelfallthese greift nicht, weder für diese Diözese (was ist mit den anderen Projekten, die neben dem Krankenhaus in den Buchprüfungsberichten beschrieben werden?) noch für die anderen Diözesen in ganz Tansania.

Kircheninterne Berichte liegen auch den Vertretern der Missionswerke natürlich seit Jahren vor und werden am "Runden Tisch" im LMC (Lutheran Mission Cooperation) von den Werken und der ELCT (Lutherische Kirche Tansanias) jedes Jahr in Tansania entgegengenommen und abgesegnet. Es besteht, der Verdacht, dass die aktuellen Presseaussendungen der Deutschen Lutherischen Kirche vor allem ein Ziel haben:

Die Sache als Einzefall darzustellen, keine Konsequenzen zu ziehen und niemanden verantwortlich zu machen und im übrigen weiterzumachen wie bisher. Die Unterstützung von neuen Projekten wird bereits emsig angekündigt, wann und wohin Gelder fließen kann nicht nachvollzogen werden. Eine Überprüfung der Sinnhaftigkeit von Projekten und ob/wie effizient das Geld verwendet wurde und ob es überhaupt positive Effekte zeigt, ist nicht auszumachen. Offensichtlich aus gutem Grund.

Rayben Sanga, professioneller Buchprüfer aus Tansania zu den internen Prüfungsverfahren der Kirche in Tansania in einem Mail vom 4/12/2007:

"....Friends,

We are given handouts on good governance , transparency, rule of law and all the crap. But those who preach us what they call highly held values are not ready to practice what they tell others to do. This is indeed double talk.
If the audit has been done by independent auditors, I would say the statistics are showing a good sign. Unqualified opinion implies that the financial statements are credible, reliable and accurate.
However, sometime back I made comments on this subject. But who did the audit? Is it the ELCT Audit Dept?
1. If this is an outcome of the ELCT auditors, I am sorry the reports are as good as a toilet paper. After all ELCT don't have qualified and professional staff to perform ordinary internal audits.
2. The ELCT Audit dept is part and parcel of the church hence cannot pretend to provide independent professional audit service compatible with the International Auditing Standards requirements to which all countries around the world have been called to comply following the big case of professional abuse in the USA in 2004.
3. ELCT auditors are employees with conflict of interest thus they cannot exercise independence in the audit of the ELCT units, the dioceses. The dioceses are what form ELCT. The ELCT auditors are by all practical purposes and intends mere internal auditors NOT INDEPENDENT AUDITORS.
4.In accordance with the International Auditing Standards to which the International Federation of Accountants has called all countries around the globe to comply, it is a professional misconduct for an internal auditor to pose as an independent professional where as he is not. Frankly speaking this is a crime!
5. Again this issue does portray the potency of the LMC and the donor missions.
The conditions seen in SCD are typical of what exists in all the ELCT member dioceses. I guess the situation is worse than what we read in these reports. Knowing that people are keen with following up what is going on in the LMC they will strive hard to hide as much information as they can, just keep the closed system unfriendly.

Rayben M. Sanga, FCPAPima Associates,Certified Public Accountants & Tax Consultants,Tom Estate Kurasini Plot No 129, Temeke Municipality,Daressalaam. Tanzania
Mobile Telephone: +255 22 899177"

Tuesday, July 01, 2008

Der tödliche Zynismus der Spendengeldmisswirtschaft in der Kirchlichen EZA am Beispiel des NMZ.


Im Hamburger Abendblatt (http://www.abendblatt.de/daten/2008/06/28/899921.html) berichtet Sascha Balasko unter dem Titel

"Korruption in Tansania: Hamburgerin von der Kirche suspendiert" von den Spendengeldskandalen in Makete/Tansania.

"Klaus Schäfer, Direktor des Nordelbischen Missionszentrums (NMZ) in Hamburg, räumte den Korruptionsfall ein. Nach Bekanntwerden wurde eine Mitarbeiterin aus Hamburg, die in der kirchlichen Finanzverwaltung im tansanischen Makete arbeitete, ihres Postens enthoben."

Die betroffene Mitarbeiterin hat bis Anfang 2004 in Tansania gearbeitet und war für die Finanzen der Diözese zuständig. Dr. Schäfer gibt zu, dass dem NMZ die Fälle schon mindesten seit 2004 bekannt waren, lange bevor (Ende 2005) externe Audits die Abgänge belegten und "alle Zahlungen gestoppt wurden".
Wären in den Kirchen ordentlichen Bücher und Dokumentationen vorhanden, dann müssten die Fälle schon viel länger bekannt sein (für die Jahre vor 2003 und nach 2004 gibt es keine unabhängigen Überprüfungen der Finanzen - das betrifft nicht nur Makete, sondern auch den Rest der Tansanischen Kirche, in die das NMZ investiert).

Bequemerweise gibt es in den Kirchen oft keine Bücher und schon gar keine Transparenz, die es ermöglichen würde, den Fluss von sensiblen Spendegeldern nachzuvollziehen. Spendet Euer Erbe, es wird nie wieder berichtet werden, das scheint die Devise zu sein!

In den Zeitraum der Mitarbeit der betroffenen NMZ-Missionarin fallen auch die in den unabhängigen Buchprüfungen (2003/2004) belegten Abgänge von mehreren 100.000 Euro, die fehlende Bücher, Unterschlagungen und Diebstähle. Dazu das Hamburger Abendblatt:

"Dass auch die ehemalige Entwicklungshelferin aus Hamburg Geld veruntreute, dafür hat das Missionswerk keine Beweise. Sie sei wegen der Unregelmäßigkeiten in den Büchern zur Rede gestellt worden. "Dabei hat sie die Aussage verweigert. Deshalb haben wir sie abberufen", so Schäfer."

Es ist unerheblich, ob die Mitarbeiterin sich durch diese Delikte bereichtert hat - untersucht wurde das nie und niemand behauptet das. Niemand weiß, wo die Gelder gelandet sind, sicher ist nur, dass sie fort sind.
Erheblich ist, dass die NMZ-Mitarbeiterin für 4 Jahre die Finanzen der Diözese überschaute. Ich denke, hier wird vom NMZ versucht zu vertuschen, von den wahren Problemen abzulenken und die Öffentlichkeit und die Spender bewusst falsch zu informieren.

Die gestohlenen Gelder (nicht nur in der Diözese in Makete) sind noch immer verschwunden. Niemand wurde bis jetzt verantwortlich gemacht, Mitarbeiter wurden "entlassen" und ganz schnell wieder in anderen kirchlichen Organisationen angestellt oder "in Pension geschickt". Das NMZ spricht hier vom "Bewältigen statt Scheitern" und kündigt gemeinsam mit anderen Werken an, demnächst wieder Gelder in die noch immer kriminelle Struktur der Diözese und der ELCT zu überweisen.

Wie in einer solchen Lutherischen Kirche der vorsitzende Bischof Huber den Mut aufbringt, zu den Korruptionsskandalen in der Wirtschaft mahnend Stellung zu nehmen (Stichwort "SIEMENS") und dabei die blanken Diebstähle und schweren Menschrechtsverletzungen in der eigenen Weltkirche zu verschweigen, das bleibt unbegreiflich. Herr Huber sieht vermutlich vor lauter Balken im eigenen Auge schon sehr schlecht!

Es ist unverständlich, wie Dr. Schäfer vom NMZ auf der Homepage (http://www.nmz-mission.de/_SISGnTT8ocsw07Ii36/de.kampagnen/de.kampagne.2/index.html) behaupten kann, dass "jeder Cent bestimmungsgemäß verwendet wurde", da ich nicht annehme, dass das Gehalt der NMZ-Mitarbeiterin, die offensichtlich jahrelang keine Finanzabschlüsse der Diözese ermöglichen konnte, im Sinne der Förderung einer kriminellen Finanzgebarung von krichlichen Einrichtungen verplant wurde!

Oder doch? Kann es sein, dass Solches im Sinne des NMZ ist und der Qualität dieser Institution entspricht. Das würde nicht einer gewissen Logik entbehren! Wenn man "scheitert", kann man "meistern" und dafür weiter um Spenden bitten. "Meistern" will finanziert werden und man kann auch zum Beispiel aus HIV/AIDS (obwohl man davon offensichtlich keine Ahnung hat) weiter ein Geschäft zu machen.

Solange es Menschen in Tansania (und sonst wo in der Welt) nicht wirklich besser geht und man die Unterdrücker weiter durch in die Kriminalität umgeleitete Ressourcen unterstützt, kann man den Kreis aufrecht erhalten und das Geschäft mit der Armut geht weiter und Missionsdirektoren bekommen Ihr Gehalt.

Realität und Werbung klaffen weit auseinander

Was beim NMZ und bei anderen anderen krichlichen "Helfern" gut zu funktionieren scheint, das sind die Werbeabteilungen, die dem Spendensammlen dienen. Beim Monitoring, der Finanzgebarung, bei Transparenz und Rechenschaftslegung, da sieht es dann offensichtlich schon anders aus. Dass das kleine AIDS-Waisenkind vom Geld das mit Hilfe seiner traurigen Augen gesammelt wird, dann oft recht wenig sieht, darüber wird nicht geredet. Dass kriminelle, korrupte Systeme, welche die Gelder gestohlen haben, Menschen sterben lassen, das will man garnicht so genau wissen.

Wenn diese Menschen ("die Armen") in Tansania dann gegen Diebstahl und schlechte Behandlung aufstehen (Stichwort PIUMA http://www.highlandshope.com/) und gegen Diebe in Ihrer Kirche und der Regierung demonstrieren und auf ihr Recht zu leben verweisen, dann vergessen die Werke ganz schnell dass sie eine Advocacy Abteilung haben. Das NMZ und andere Werke verwenden dann ihrer Ressourcen, um eine Kampagne gegen diese Menschen zu starten, oder sie werden völlig ignoriert. Es wird unter anderem noch immer behauptet, dass ich ("böser kolonialer Ausländer") die Absetzung des lokalen Bischofs gefordert hätte. Diese durch die Kirche eingeführte und gebetsmühlenartig wiederholte Lüge, dient offensichtlich als ideologische Rechtfertigung, dass die Kirche ein HIV/AIDS Programm mit Gewalt schließt und protestierende Menschen sterben lässt.

Es gibt in der Folge und bis heute, keine ausreichenden Laboruntersuchungen mehr (vor allem auch für Kinder), keine ausreichende Beachtung der Nebenwirkungen und eine sehr geringe Aufnahme von neuen Patienten in das lebensrettende Behandlungsprogramm. Zusammengenommen bedeudet das, dass bei der hohen HIV-Pävalenz in Makete viele Menschen, die hätten gerettet werden können, gestorben sind.

Zum NMZ siehe auch mein Blog Eintrag vom 23. Jänner 2008:


"Der besondere Beitrag des Nordelbischen Missionszentrums in Hamburg zu den Veruntreuungen und der „Kunst des Stehlens“ in der Lutherischen Diözese in Makete (ELCT/SCD)NMZ über ehemalige Mitarbeiter in Korruption und Diebstahl von Spendengeldern in Tansania verstrickt.

Laut dem ehemaligen Generalsekretär der SCD (South Central Diocese) war eine Mitarbeiterin des NMZ bis Juni 2004 als Leiterin der Finanzabteilung in der Diözese tätig. Sie hatte einen Missionarsvertrag für 4 Jahre. Laut unabhängiger Buchprüfung für die Jahre 2003 und 2004 sind in der Diözese offensichtlich mehrere 100.000 Euro zum Großteil aus Spendengeldern, sowie aus Förderungen und Steuergeldern des Staates Tansania verschwunden.Für die Zeit vor 2003 und nach 2004 gibt es keine verlässliche, unabhängige Buchprüfung.Obwohl das NMZ mit anderen beteiligten Missionswerken die erste und einzige unabhängige Buchprüfung der Diözese in Makete für die Jahre 2003 und 2004 finanziert hat, bleibt die Frage im Raum stehen, warum das NMZ in der Folge anscheinend keine ausreichenden Konsequenzen gezogen hat, um die naheliegende Verwicklung der eigenen Mitarbeiterin zu untersuchen.Diese Angestellte hat offensichtlich für Jahre die Finanzabteilung der Diözese geleitet und unter ihren Augen sind Strukturen entstanden oder aufrecht erhalten worden, welche den Abgang von großen Summen erst ermöglichten und auch zu einem völligen Stillstand aller Projekte führten. Die Probleme in der Diözese sind seit Jahren bekannt und betreffen nicht nur das Bulongwa Lutheran Hospital, das mittlerweile ohne funktionierender HIV/AIDS Klinik und ohne einen einzigen Arzt dasteht, sondern die ganze Diözese.Über Unregelmäßigkeiten in den Jahren 2003/2004 wurden dem jetzigen Direktor und dem Afrika-Referenten des NMZ von mehreren Seiten – unter anderem von einem Tansanischen Buchprüfer (CPA – Certified Public Accountant) - wiederholt Mitteilung gemacht. Es wurde darauf nicht im Sinne einer Aufklärung reagiert.Wohin die Gelder verschwunden sind, das ist noch immer völlig unklar und die Öffentlichkeit wurde nicht informiert.Der jetzige Direktor des NMZ und sein Afrika-Referent haben Ihre verantwortlichen Posten beim NMZ erst nach jener Zeit bezogen, in welche die grundlegenden Entscheidungen fielen, die das korrupte Umfeld in Makete mitermöglicht haben.Gerade deshalb stimmt nachdenklich, dass der Direktor des NMZ, der sich wissenschaftlich mit Korruption in der kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit beschäftigt und sein Afrika-Referent, nicht die Kraft finden, die Sache einer unabhängigen, gerichtlichen Aufklärung in Deutschland und Tansania zuzuführen. Das könnte als Weg zur Stärkung der Rechtssysteme und als Chance der Wiedergutmachung und Auffindung der Gelder dienen.Der Afrika-Referent ist der Diözese in Makete schon länger verbunden und kennt die problematische Situation schon seit Jahren, vor allem auch durch seine früheren Projektreisen.Kritiker wurden von NMZ - Vertretern lange Zeit negiert, später unter der jetzigen Leitung auch als Lügner bezeichnet und ihre Sprache wurde zum Problem erklärt.Auf einer Konferenz über Korruption in der kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit wird nun ein Bild der Lage von der Korruption in Makete gegeben, das mit den genannten Fakten wenig zu tun hat. Das Problem der Menschenrechtsverletzungen in der Diözese wird beiseite geschoben und die Beteiligungen der NMZ - Experten an der jahrelangen gedanken- und widerstandslose Förderung, der auch nach Tansanischen Gesetzen rechtswidrigen Situation, wird ausgespart.(Es gab in den letzen 2 Dekaden übrigens mehrere solcher konsequenzloser Treffen von Missionsvertretern aus ganz Deutschland, wo die Probleme der Korruption in eigenen Projekten auf die lange Bank geschoben wurden und die Gelder zur Finanzierung von korrupten Eliten weiterflossen.)NMZ - Expertentum, das als Hilfe angetragen wird, fördert so die Unterminierung des mühsam auf die Beine kommenden Rechtssystems in Tansania. Dass das durch eine kirchliche Organisation geschieht, die besser als das Gesetz sein sollte, gibt wiederum sehr zu denken.Die korrupten und kriminellen Strukturen, die durch kirchliche Entwicklungshilferessourcen gefördert wurden und über Zwischengesellschaften, wie das LMC weiter gefördert werden, haben es unter der Führung des mittlerweile abgewählten Bischofs Manyiewa ermöglicht, dass die Würde und die Gesundheit von Menschen, die gegen die Diebstähle von Geldern demonstriert haben, verletzt wurden. Tansanier wurden unter anderem um das Recht auf gute Gesundheitsfürsorge gebracht, weil die HIV/ AIDS Klinik mit Gewalt geschlossen wurde und nie wieder in der gleichen Qualität geöffnet wurde."

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die zuständigen Missionssekretäre in Europa zurücktreten müssen und die kirchliche Finanzgebarung in Europa und Tansania vollkommen offengelegt werden muss und Verantwortliche für Diebstähle und Unterschlagungen in Tansania und in anderen Ländern zur Rechenschaft gezogen werden müssen.

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