Wednesday, December 02, 2009

Es ist nun schon mehr als drei Jahre her, dass durch die Evangelische Kirche in Tansania HIV/AIDS Kranke, darunter auch Kinder, getötet wurden, indem man ihnen aktiv und bis heute die richtige HIV Therapie verweigert. Der Irrtum jener Menschen, die mit HIV leben war, dass Sie 2006 gegen die Diebstähle von hunderttausenden Euro durch Kirchenmitarbeiter protestiert haben und auf Gerechtigkeit gehofft haben. Die Strafe durch die kriminelle Kirche folgte auf den Fuss.


Dazu Auszüge aus einer Mail, die ich heute an einen Missionar der Missionswerke Centrum EINE Welt in Bayern geschrieben habe, der 2006 vor Ort gearbeitet hat und heute in der Zentrale in Bayern angestellt ist:


Lieber C!



http://www.welt.de/politik/article2152478/Kirchen_Hilfswerke_lassen_Korruption_in_Afrika_zu.html


Tatsache ist: Bis heute wurde nichts von den massiven Diebstählen der Kirche in Afrika aufgeklaert. Entgegen den Luegen aus den Missionswerken und der Kirche in Tanzania wurde auch niemand zur Verantwortung gezogen oder verurteilt. Die Millionen bleiben verschwunden und die Öffentlichkeit wird nach wie vor nicht, oder falsch über die Fluesse der Spendenmittel informiert. Das tötet weiter nachhaltig Menschen, anstatt ihnen zu helfen.


Es ist typisch fuer viele in Eurer Kirche, dass Aufdecker und Widersprecher aus Europa als Unruhestifter und Problem inszeniert werden anstatt sich ueber die Opfer Gedanken zu machen. Es geschieht, anstatt auf afrikanische Stimmen und Opfer zu hoeren, auf jene Menschen, die sich gegen die kriminelle - hauptsaechlich aus Deutschland finanzierte - Lutherische Kirche in Tanzania (ELCT http://www.elct.org) gewehrt haben. Deren Mails waren nie auch nur eine Antwort wert.


Afrikaner, als Opfer aufbegehrend, werden durch tief im Kolonialismus verwurzelte Missionswerke zu unmuendigen Statisten degradiert, egal ob Sie integre Wirtschaftstreuhaender oder Journalisten von führenden Zeitungen oder Radiosendern sind, die im Gegensatz zur Kirche nie gestohlen oder Menschenrechte gebrochen haben. (Darunter war auch Vicky Ntetema von der BBC).


Das ist der Stil der Lutherischen Kirche.


Oder das Schweigen!


Letzteres gilt gerade auch fuer Dich! Einen, der als Missionar jahrelang vor Ort gelebt hat und mir in Mails in meiner Kritik rechtgegeben hat und der mit dem Lutherfilm durch die Doerfer gezogen ist und gefragt hat: Warum stehen die Menschen in Afrika nicht auf, gegen die eigene Kirchenleitung, gegen Lug, Betrug und Geldmacherei durch Bischoefe und Maechtige?


Als dann Afrikaner aufgestanden sind, hat die Kirche sofort angefangen auf diese einzupruegeln und die Luegenkampagnemaschine wurde angeworfen. Fuehrend waren und sind dabei die Direktoren von NMZ und Mission Centrum EINE Welt. Afrika darf sich nicht wehren?Vor allem dann nicht, wenn es aus der empfangenden Armenrolle aussteigen moechte?


Die Mission Centrum Eine Welt ist jahrzehntelanger Unterstuetzer eines kriminellen Systems und ist in Zuegen selbst kriminell und sicherlich menschenverachtend (Das betrifft vor allem Finanzentscheidungen vor Ort im Lutheran Mission Counsel - wo mit den Stimmen der Missionsdirketoren aus der ganzen Welt immer wieder trotz jahrelang fehlender Abschluesse Gelder ueberwiesen werden. Das passiert im Wissen, das 5 Bischoefe wegen "Korruption" (sollte man nicht besser Diebstahl sagen?) zuruecktreten mussten und keiner der Faelle aufgeklärt wurde).


http://www.hr-online.de/website/radio/hr-info/index.jsp?rubrik=21024&key=standard_teaser_34582570&mediakey=radio/hr-info/thema/20080627_tt_Tansania&type=a



Das Einzige, das sich seit den Skandalen in Tansania geändert hat, das ist die "bessere" Pressarbeit der Missionswerke. Abrechnungen und Transparenz, die fehlen offensichtlich weiter! Damit werdet Ihr nicht fertig.


Es scheint ein Symbol fuer Religionen auf der ganzen Welt:

Werde Mitglied und Du darfst toeten, luegen, stehlen, vergewaltigen, zudecken, dazu schweigen und dann auch noch die Opfer demuetigen.


Mir persoenlich sind die "echten" Diebe, Vergewaltiger und Killer lieber als Menschen in Religionsgemeinschaften, die aehnliche Ergebnisse hervorbringen, dafuer aber NICHT zur Verantwortung gezogen werden. Das Opfer leidet sogar mehr unter der zusaetzlichen Demuetigung und genau diese werden als Waffe angewandt. Das ist es, was immmer wieder passiert! Egal ob es sich um sexuelle Gewalt oder Diebstahl von den Armen handelt, oder dass man Patienten die richtige HIV Therapie verweigert, oder Ambulanzautos stiehlt und dann sagt, dass wer das behauptet luegen wuerde - entgegen den Aussagen der Opfer oder von unabhaengigen Pruefungen.


Das NMZ (http://www.nmz-mission.de) unter Herrn Dr. Schaefer, kann ich wegen der zirkulierten Unwahrheiten im Bezug auf die erfundenen Ambulanzwaegen, nur als kriminell bezeichnen. Ich denke, es wuerde Afrika sehr helfen, wenn man Gesetze schaffen wuerde, die Luegen ueber Finanzen in Hilfsorganisationen unter Strafe stellen und Menschen wie Herrn Dr. Schaefer als Direktor vor Gericht bringen wuerden. Es muss fuer Luegen, die anderen an Leib und Leben schaden, Konsequenzen geben.


Dass Dr. Buenker (der oberste evangelsiche Bischof aus Oesterreich, mit dem ich mich Anfang 2008 ueber die Sache lange persoenlich Unterhalten habe und der sich geweigert hat, fuer die Opfer der Gewalt seiner Kirche einzutreten) dann immer wieder den Mut findet, oeffentlich ueber die Bedeutung von Rechtssicherheit und Menschenrechten zu sprechen, das entspricht der offensichtlich um sich greifenden Selbsttaueschung oder der kriminellen Energie in Religionsgemeinschaften.


Der Bischof gibt ein gutes Abbild fuer eine weit verbreitete (Un)Art dieses Handelns:


Religionsvertreter schlagen aus Worten wie "Menschenrechte" und "Rechtssicherheit" moralisierend Profit. Vor allem dann, wenn Ihr auf andere Menschen oder Strukturen losgehen oder moralisieren koennt. Wenn es um Euch selbst geht, dann tun Verfehlungen manchen Mitarbeitern (wie Herrn Keiper von www.mission.de) hinter vorgehaltener Hand zwar Leid, aber man kann sonst nix machen - ausser Werbekampagnen, die das Image der Mission aufpolieren sollen.

Die armen Toten, das sind wohl jene Opfer der Kirchenkriminalitaet, die hier gebracht werden muessen? Aehnlich wie bei den neuesten Sexskandalen in der Irischen Kirche.


http://douthat.blogs.nytimes.com/2009/12/01/the-tragedy-of-irish-catholicism/


Opfer wofuer?


Fuer das neue Auto eines Bischofs? Oder den Job von Missionaren? Fuer das gute Gehalt und das schoene Haus des naechsten Missionars, der sich wieder eine lokale Elite hochzieht und mit dem unkontrollierten Geld in der Hand nicht umgehen kann? Fuer die vielen Fluege um die Welt? Fuer die vielen Treffen in der ganzen Welt, um die eigene Macht zu betonieren, oder um Verbrechen zu verschleiern?


Die unabhaengigen Berichte, Finanzpruefungen, die realen sichtbaren Erfolge, als Ergebnis der verteilten Gelder, die fehlen jedenfalls sehr haeufig.


Die Finanzentscheidungen in der Tansanischen Gesamtkirche, die anscheinend jahrelang ohne Buchhaltung und ohne unabhaengigen Audits in Tanzania getroffen wurden und ihre kriminellen und toedlichen Resultate, die werden langsam "vergessen" (Dass nach internationalen Buchhaltungs- und Pruefungsstandards gearbeitet wird, das ist eine weitere publizierte Luege der Tansansichen Kirche.)


Ihr schafft Euch als Kirche Euren eigenen Sektor. Mit eigenen Gesetzen. Und wenn man drauf hinweist wird draufgepruegelt auf die Ehrlichen!


Staatlichen Gesetze (und auch die Vorschlaege Bibel, die fuer Euch angeblich so wichtig sind) gelten offensichtlich nur, wenn Ihr sie als Waffe gegen andere einsetzen koennt. Selbst luegt, stehlt und schweigt ihr, oder trampelt auf den Opfern herum. Was da an Luegen ueber Ambulanzautos, angebliche Gerichtsverfahren in Tanzania, richtige Verwendung von Geldern von NMZ und Mission EINE Welt in der Folge des Artikles in der Frankfurter Rundschau


http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1358515&em_cnt_page=1


publiziert wurde, das ist erstaunlich!


Irgendwie war es am Ende keiner! Die 100.000enden Euro, die Millionen in Tansania bleiben verschwunden - das wird auch zugegeben - man macht sich garnincht auf die Suche und andere Problempunkte werden nicht unabhaengig untersucht und weitere Verbrechen werden verwischt. Die Verantwortlichen, die ploetzlich keiner per Namen kennt und nennt, die wurden angeblich vor Gericht gestellt. Von den Verdaechtigen und offiziell Zustaendigen fuer die Gelder, trifft es auf jeden Fall niemanden. Welche Unterschriften sich da wohl auf den Ueberweisungen und unter den Abstimmungsprotokollen der Budgetsitzungen (an denen Missionsvertreter stimmberechtigt teilnehmen) finden...?


Ein paar Geister!? Huh! Der heilige Geist!? Huh!


In anderen Sektoren der Gesellschaft nennt man das, was Ihr tut, Verdunkelung.


Gott (?) sei Dank gelten ausserhalb der Kirchen meist allgemein akzeptierte Gesetze, da weiss man sich dann auch besser zu benehmen und Rechtsbrueche werden oft verfolgt. Bei Euch wird das Fehlen der Anwendung von Gesetzen wohl als "Verantwortung der Kirche gegenueber" gesehen. Brandl ist ein "Unruhrestifter", aber "wir sind Kirche und haben Verantwortung" wie es der voellig unkontrollierte millionenverschiebende Afrikadirektor der Mission Centrum EINE Welt in Bayern (Pastor Scheckenbach) in der Presse so genial offenbarend ausgedrueckt hat.


Transparency International verkommt anhand der Kirche zur Farce und man hat den Eindruck, dass Herr Thiel von dem ihm nahestehenden Teil der Kirche das nicht glauben kann und mag, was er als einer der Gruender von TI in der ganzen Welt scharf kritisiert und was oft als Verbrechen bezeichnet wird. Anstatt von Korrupten und jenen, die Verbrechen schwiegend dulden und auf die Whistleblower losgehen, spricht Herr Thiel von Willigen, mit denen man zusammenarbeiten muss, wenn TI Seminare mit NMZ (Nordelbisches Missionszentrum) und Mission Centrum EINE Welt abhaelt. Dort werden dann jene TI Mitarbeiter hingeschickt, die auch in der Kirche gearbeitet haben und das Problem daher jahrzehntelang kennen. Es stellt sich die Frage, ob TI und die Verwobenheit mit der Kirche hier nicht eher Problem als Loesung sind?


Ueber den Tod und die Schuld, Rechtssicherheit und Wiedergutmachung, da koennt Ihr dann gut reden, wenn es sich gegen Systeme ausserhalb der Kirche fuer eine Kampagne eignet. Siehe Argentinien! Panisch rennt ihr dann von einem Eck der Welt zum anderen und hofft einen Platz zu finden, der Euch Eure Unmoral verzeiht!


http://www.mission-einewelt.de/index.php?id=378


Was Ihr in Argentinien fordert, das hintertreibt ihr in Afrika. Warum? Weil es dort Europaer waren die Opfer waren es und hier Afrikaner sind, die keine laute Stimme haben? Oder weil es in Argentien nicht Eure Verbrechen trifft, sondern die einer Regierung?


Gute Besserung C! Und vielleicht denkst Du mal darueber nach, wie Du und Deine Frau reagieren wuerden, wenn Eure lieben Kinder Veneranda Sanga geheissen haetten?


www.rainerbrandl.blogspot.com/search?q=A.+geht+es+sehr+gut!+Sie+ist+drei+Jahre+alt


Dieses kleine Maedchen, ohne richtiger Therapie, hat die Kirche umgebracht! Weil sie keinen Weg aus der Kriminialitaet findet. Eure Loesung ist, auf die Opfer loszugehen. Oder zu schweigen.


Vicky Ntetema schweigt nicht und die Presse auch nicht, damit habt Ihre Eure Schwierigkeiten, das mag die Kirche nicht.


www.rainerbrandl.blogspot.com/search?q=Veneranda+Vicky+Ntetema


Rainer

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